Wie es entstand
Die Idee kam nicht aus einem Materiallabor, sondern aus einem Klassenzimmer in Norduganda. Eine Lehrerin hatte einem Kind verboten, in sein Heft zu schreiben — der Block musste die ganze Woche reichen. Was als pädagogische Notlösung daherkam, war in Wirklichkeit eine Materialfrage.
Zurück in Berlin landeten die ersten Stonepaper-Muster auf dem Tisch. Wasserfest. Abwischbar. Aus einem Stein, den es in fast jeder Region des Globalen Südens gibt. Es brauchte zwei Jahre, bis aus dem Muster ein System wurde.
Was Stonepaper nicht ist
Stonepaper ist kein Ersatz für Bücher. Es ist auch kein Premium-Notizbuch für europäische Bullet Journalists. Und es ist nicht anti-digital — wer eine Tablet-Schule baut, soll das tun.
Stonepaper ist ein Werkzeug für Räume, in denen weder ein Buch noch ein Tablet ankommt. Für Schulen, deren Dächer leck sind. Für Jugendclubs, in denen über Themen gesprochen wird, die keine Spuren hinterlassen dürfen. Für Werkstätten, die ihre Prototypen ein paar hundert Mal überzeichnen wollen, bevor sie sie bauen.
Wer mitbaut
Stonepaper ist als gGmbH organisiert, arbeitet aber wie ein offenes Forschungsnetz. Jede Sub-Quest hat eigene Partner: Materialforscher:innen aus Stuttgart und Kampala, Lehrer:innen-Netzwerke in Tansania und Bayern, Schreinereien in Brandenburg und Sansibar.
Die Rezepturen und Bauanleitungen liegen unter offenen Lizenzen. Wer ein Stonepaper-Lab in seiner Region aufbauen will, bekommt Zugriff auf das gesamte Wissen — und gibt seine Erkenntnisse zurück.