Wie es entstand
Beenius begann am Rand eines Imkertreffens. Ein Imker zeigte, wie er Wachsreste in handgegossene Formen presste — kleine Gartenwerkzeuge, Kerzenständer, gelegentlich Spielzeug für die eigenen Enkel. Daneben stand ein Bambushain.
Aus dieser zufälligen Nachbarschaft entstand die Frage: Was, wenn Wachs der Verbinder wäre — und Bambus die Struktur? Beide Materialien sind in fast jeder Klimazone verfügbar, beide arbeiten mit warmen Händen, beide kehren am Lebensende in die Erde zurück.
Das Materialprotokoll
Reines Bienenwachs ist zu weich für tragende Verbindungen und zu spröde für Kälte. Wir testen Mischungen mit Carnauba-Wachs für die Härte, mit Propolis für die Zähigkeit, mit Pflanzenölen für das Spielgefühl in der Hand.
Die aktuelle Rezeptur — Stand Mai 2026 — hält Temperaturen zwischen -5 °C und +45 °C aus, ohne zu brechen oder zu schmieren. Die Bambusstäbe stammen aus pestizidfreien Plantagen, der Wachs bevorzugt aus extensiver Imkerei. Beide Lieferketten sind transparent dokumentiert.
Wer mitbaut
Die erste Pilotwerkstatt entsteht 2026 in Brandenburg mit zwei Imker:innen und einer Holzwerkstatt. Zwei Berliner Schulen testen die Prototypen ab Herbst, eine Bildungsorganisation aus Nairobi ist Sparringspartner für die afrikanischen Bambusvarianten.
Alle Bauanleitungen, Formgeometrien und Materialprotokolle stehen unter CERN-OHL-S. Wer Beenius in seiner Region produzieren will, kann das ab Tag eins — und gibt Verbesserungen ans Netz zurück.